Am östlichen Ufer findet man das bezaubernde Fleckchen Garda vor, das bisweilen aufgrund des Namens natürlich für einige Verwirrung sorgen dürfte. Jedoch ist dieser kleine Ort mit seinen rund 3835 Einwohnern sicherlich ein typisches Beispiel dafür, wie bezaubernd und äußerst vielseitig diese landschaftliche Region ist. So findet man hier eine besonders artenreiche und üppige Vegetation vor, und fast mutet es auf den ersten Blick so an, als würde man hier ein verschlafenes kleines Örtchen vorfinden, dass der Natur die Oberhand gibt. So manchen Dichter und Philosophen inspirierte daher diese Region zu besonders ausdrucksvollen Kundgebungen und auch als Reisender wird man den fast wilden Charme erliegen.
Besonders attraktiv gestaltet sich hier die ansprechende Altstadt, die mit kleinen aber reizenden Geschäften zum Bummeln lockt und dessen Ausklang man dann in einem der vorzüglichen Lokalitäten findet. Sicherlich interessant mutet dieser kleine Ort auch aufgrund seiner geschichtlichen Facette an, denn schon sehr früh fand hier eine Besiedlung statt. An diese erste Besiedlung in urchristlicher Zeit, erinnern heute noch die sehenswerten Pfahlbauten, die eine Beachtung mehr als wert sind. Auch sehenswert ist die bedeutende Burg von Garda und deren Ruinen, die einst im 5. Jahrhundert errichtet wurde und die damals als uneinnehmbar galt. Sie diente der Bevölkerung in harten Zeiten als Schutz und zahlreiche Eroberer, wie auch der legendäre Barbarossa konnten diese nicht bezwingen.
Als Reisender wird man daher sicherlich in Garda einen Ort vorfinden, der gekonnt die Zeichen der Zeit auch heute noch lebt und diese keinesfalls verdrängt. Diese besondere Ausstrahlung eines Ortes der einst so bedeutend war, wird daher sicherlich auch mit einem besonderen Eindruck verbunden sein und man kann sich nur wünschen, dass Garda auch in Zukunft die Spuren der Zeit nicht erlöschen lässt sondern diese erhält.
Text von Claudia Schleicher
